
Lola rennt
Regie: Tom Tykwer
Darst.: Franka Potente, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Nina Petri, Armin Rohde, Joachim Król u.a.
Manni hat mal wieder Mist gebaut: Er hat die Tüte mit den 100’000 DM, die er Unterwelt-Boss Ronnie übergeben sollte, in der U-Bahn liegen lassen. Zwanzig Minuten bleiben ihm, um die Summe aufzutreiben, sonst droht ihm gewaltiger Ärger. In seiner Verzweiflung ruft er seine Freundin Lola an, die ihm aus der Klemme helfen soll. Lola lässt sich nicht lange bitten und sprintet sofort los. Doch der erste Lauf nimmt kein gutes Ende. Kurzerhand springt der Film auf Anfang und gibt Lola – und der Liebe, die doch alles möglich macht – eine neue Chance … Mit «Lola rennt» gelang Tom Tykwer ein rasantes Grossstadtmärchen, das mit seiner unbändigen Energie weltweit für Furore sorgte. Virtuos spielt er mit allen Mitteln, die das Medium bietet. Splitscreen, Zeitlupen und rotierende Kameras kommen zum Einsatz, Realfilm wechselt mit kurzen Animations- und Polaroidfotosequenzen. Alles steht im Dienst der Handlung, alles dient dem Puls des Films, der sich zu einem mitreissenden, formal brillanten visuellen Feuerwerk verdichtet. Michael Althen schwärmte damals in der Süddeutschen Zeitung: «Dieser Film beginnt nicht wie andere Filme – er explodiert geradezu. (…) Allein der Vorspann ist das Tollste, was seit Jahren zu sehen war, so eine Art Geburt des Films aus dem Geist der Achterbahn. (…) Dreimal rennt Lola los, dreimal nimmt das Schicksal seinen Lauf – deutsches Kino auf Speed.»